Olympische Stimmung bei der Sportabzeichen-Tour in Calw

Pünktlich zum neunten Sportabzeichen-Tourstopp am 9. Juli in Calw, nahm der Sommer noch einmal Anlauf. Bei 32 Grad kamen die Sportler ordentlich ins Schwitzen. Nach einem spektakulären Sprung zweier Fallschirmspringer ins Stadion Calw-Stammheim in Baden-Württemberg stellten sich rund 1.000 Teilnehmer unter professionellen Bedingungen den Herausforderungen des Deutschen Sportabzeichens.
 
Der Blick in den wolkenfreien Morgenhimmel von Calw offenbarte, dass sich etwas Besonderes anbahnte. Zwei Fallschirmspringer, die im Tandemsprung aus einem kleinen Sportflugzeug auf den Sportplatz herabsegelten, eröffneten die Veranstaltung rund ums Sportabzeichen. Die Kinder, die in gebührendem Abstand zum Zielkreuz gewartet hatten, waren begeistert und fragten den Fallschirmspringern Löcher in die Bäuche: „Was kann man denn von da oben sehen?“ oder „wie hoch ist das eigentlich da oben?“
 
   
Mit viel Ehrgeiz waren die Kleinen dabei, aber auch die Großen wollten es im 1000-Meter-Lauf gegen Frank Busemann (ohne Startnummer) wissen.
 
   
Auch "neue" Sportarten konnten in Calw getestet werden, z.B. mit Simone Hauswald (l.) am Biathlonstand oder spontan an der Hochsprunganlage.
 
Die jungen Teilnehmer machten derartig viel Stimmung, dass sich auch der prominente Besuch an diesem Tag beeindruckt zeigte. Die olympische Bronzemedaillen-Gewinnerin im Biathlon Simone Hauswald war zu einer Stippvisite vorbeigekommen. „Diese Veranstaltung ist viel größer als ich dachte“, sagte sie. „Der Lautstärkepegel der Kinder ist enorm. Es ist toll zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder hier dabei sind.“ Die Bedingungen im Stadion hätten kaum besser sein können. Die Veranstalter hatten keine Kosten und Mühen gescheut und für den 50-Meter-Lauf am Sportabzeichentag eine elektronische Zeitmessung organisiert. Als Startsignal gab es einen echten Schuss und wenn nach dem Zieleinlauf die Zeiten auf der elektronischen Anzeige standen, wehte ein Hauch von Olympia durchs Stadion.
 
Frank Busemann, der als ehemaliger Spitzenzehnkämpfer für „kinder + Sport“ den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stand, kam in Calw selbst in den Genuss, mit sportlichen Tipps versorgt zu werden. An einem vom WSV Schömberg bereitgestellten Schießstand, testete er seine Treffsicherheit am Lasergewehr. Biathletin Simone Hauswald zeigt ihm mit fünf von fünf Treffern wie es geht. Frank Busemann schlug sich mit vier Treffern erstaunlich gut. Und obwohl Simone Hauswald ihm Talent für die für ihn ungewohnte Sportart bescheinigte, stapelte er tief: „Schießen ist nicht mein Sport“.
 
Bei den 1.000 Metern, die Busemann in Calw lief, war er wieder in seinem gewohnten leichtathletischen Element. 3 Minuten und 25 Sekunden standen nach dem Zieleinlauf auf der Uhr. Eine gelungene Formüberprüfung, die Frank Busemann Mut machen wird für die kommende Veranstaltung in Langeoog, wo er sein Sportabzeichen zu Ende bringen möchte. Wer es von den Teilnehmern schaffte, schon an diesem Tag sein Sportabzeichen komplett abzulegen, dem wurde seine Urkunde direkt vor Ort ausgestellt.
 
Calw war der vorletzte Stopp der diesjährigen Sportabzeichen-Tour des Deutschen Olympischen Sportbunds. Die Tour macht jetzt über fünf Wochen Pause. Gelegenheit für alle Veranstalter und Helfer einmal durchzuatmen. Am 17. August geht es dann zum großen Finale der Sportabzeichen-Tour nach Langeoog.
 
 

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