Die Entscheidung von Bund und Ländern, von 2. bis 30. November den Amateur- und Breitensport zu untersagen, hat bei den Sportvereinen Entsetzen, aber auch Verständnis ausgelöst. Das gilt auch für den WLSB. „Ich kann nachvollziehen, dass es jetzt einschneidender Maßnahmen bedarf, um die Infektionswelle zu bremsen. Andererseits habe ich auch Verständnis für die Enttäuschung vieler Sportvereine und Ehrenamtlichen, dass die mit viel Aufwand erstellten und vorbildlich eingehaltenen Hygienekonzepte den neuerlichen Lockdown im Sport nicht abwenden konnten“, sagt WLSB-Präsident Andreas Felchle. Der WLSB steht daher gerade im erneuten Lockdown weiterhin fest an der Seite seiner Mitglieder, um auch in dieser zweiten Phase der Corona-Krise so viel Schaden wie möglich vom organisierten Sport in Württemberg abzuwenden.

Sportvereine sind essentieller Teil des Gesundheitssystems

WLSB-Präsident Felchle hofft inständig, dass die jetzt verordneten Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie schnell Wirkung zeigen und das Sporttreiben in den Vereinen so bald wie möglich wieder erlaubt wird. „Der heute (30. Oktober 2020) veröffentlichte vierte Kinder- und Jugendsportbericht belegt wieder einmal, wie wichtig selbst in normalen Zeiten Sport und Bewegung für ein gesundes Aufwachsen sind. Und auch die vielen tausend Gesundheits- und Rehasportkurse in unseren Vereinen stärken die Abwehrkräfte des Körpers, das soziale Wohlbefinden wie auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Gerade jetzt ist der organisierte Sport als essentieller Teil des Gesundheitssystems von großer Bedeutung“, erklärt Felchle. Dass all dies bei der Entscheidung über den Lockdown im Sport dennoch unberücksichtigt blieb, sei überaus bedauerlich. Zurecht habe DOSB-Präsident Alfons Hörmann gesagt: „Gerade in der nun bevorstehenden schwierigen Phase kann und wird der Sport weiterhin Teil der Lösung und nicht des Problems sein.“

Während der WLSB aufgrund des Lockdowns im Sport den Betrieb seiner beiden Landessportschulen in Albstadt und Ostfildern-Ruit einstellen muss, bleibt die Geschäftsstelle im SpOrt Stuttgart ohne Einschränkungen geöffnet. „Gerade jetzt müssen wir unseren Vereinen und Verbänden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Denn der WLSB ist in der schweren Zeit des erneuten Lockdowns natürlich DER Anwalt der Vereine“, erklärt Felchle.

Appell ans Land: „Soforthilfe Sport“ nach 30. November fortführen

An die Landespolitik richtet der WLSB-Präsident den dringenden Appell, die am 30. November 2020 auslaufende Antragsfrist für die „Soforthilfe Sport“ zu verlängern: „Es wäre nicht nachvollziehbar, wenn dieses Hilfsprogramm gerade in dieser zweiten schweren Krisenphase einfach auslaufen würde. Deshalb brauchen wir schnell die verbindliche Zusage, dass der Antragszeitraum verlängert wird und die bislang nicht verbrauchten Hilfsmittel dem Sport weiter zur Verfügung stehen oder gar aufgestockt werden.“ Darüber hinaus sollte man sich auf eine Vereinfachung des Antragsverfahrens verständigen, um den Vereinen unbürokratisch und schnell unter die Arme greifen zu können. „Uns haben viele Rückmeldungen erreicht, dass es bislang noch immer zu kompliziert ist“, ergänzt Felchle. Zudem erwarten die vom Lockdown betroffenen Vereine und Verbände nun auch, dass die vom Bund angekündigten Hilfen, um Umsatzausfälle zu kompensieren, zeitnah und unbürokratisch umgesetzt werden.

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