Unser Land ist vielfältiger geworden, es ist bunter geworden. 30 Prozent der Bevölkerung in Baden-Württemberg haben einen Migrationshintergrund. Vielfalt ist aber nicht nur Integration, sondern hat viele Dimensionen. Auch die Inklusion oder der demografische Wandel sind wichtige Themenfelder. „Mit den gesellschaftlichen Entwicklungen muss sich auch der WLSB auseinandersetzen. Um sich der Vielfalt bewusstzuwerden und sie aber auch gewinnbringend für uns selbst und für unsere Mitgliedsorganisationen zu nutzen“, so Markus Graßmann, WLSB-Hauptgeschäftsführer.

Passend zum bundesweiten Tag der Vielfalt ist der WLSB deshalb am 18. Mai mit einer ganztägigen Veranstaltung für seine Mitarbeiter*innen und ehrenamtlichen Vorstandsvertreter*innen in einen langfristigen Vielfalts-Prozess gestartet. Inhaltlichen Input und Denkanstöße gab zunächst Jürgen Schlicher, Prozessberater bei Diversity Works. In mehreren Workshop-Runden setzten sich die Teilnehmer*innen anschließend mit den Themen Sexismus, Diskriminierung und Vorurteile oder Inklusion von Menschen mit Behinderung auseinander.

Diversität als Querschnittsaufgabe

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich der WLSB in den vergangenen Jahren nicht schon intensiv mit dem Thema Vielfalt auseinandergesetzt hätte. Sei es mit einem Filmabend oder der Erklärung für Weltoffenheit und gegen Diskriminierung im vergangenen Jahr, strukturellen Anpassungen, der Etablierung der Themen Integration und Inklusion im WLSB, der Kontaktaufnahme mit jüdischen und muslimischen Vertreter*innen im Sport – oder ganz aktuell mit der Verwendung von gendergerechter Sprache. Doch „nichts ist so gut, dass es nicht noch einen Tick besser werden kann“, so Markus Graßmann.

Denn obwohl aktuell 30 Prozent der baden-württembergischen Bevölkerung einen Migrationshintergrund haben, finden sich in den Sportvereinen nur 8 Prozent mit entsprechendem Hintergrund. Lediglich 3,5 Prozent sind es in ehrenamtlichen Positionen. Gleichzeitig haben die Vereine offensichtlich Schwierigkeiten bei der Mitgliedergewinnung und -bindung, insbesondere auch bei der Gewinnung ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen.

Drei große Fragen gilt es daher für den WLSB in den kommenden Monaten zu beantworten: Wie können wir Barrieren abbauen für eine gleichberechtigte Teilhabe? Wie können wir Diversität zu einer Querschnittsaufgabe machen? Und wie können wir den Transfer in unsere Mitgliedsorganisationen sicherstellen?


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