Ein Signal des Aufbruchs für den Sport in Württemberg ging heute von der Mitgliederversammlung des WLSB aus. „Auf geht’s! Vereint aus der Krise – das ist jetzt unser Motto und das werden wir schaffen“, sagte WLSB-Präsident Andreas Felchle beim ersten digitalen Landessportbundtag vor rund 200 Delegierten und zahlreichen Ehrengästen. Auf diesem Weg aus der Krise bräuchten der Sport und seine Vereine die starke Unterstützung von Politik und Gesellschaft, sowohl auf Landes- wie auch auf kommunaler Ebene, erklärte Felchle. Denn die Rückkehr vom Krisen- in den Normalmodus werde keine leichte Aufgabe, zumal die Pandemie noch nicht überstanden und Rückschläge nicht auszuschließen seien.

Felchle verwies dabei auf die 55 000 Personen, die bis Anfang 2021 bereits aus den WLSB-Vereinen ausgetreten waren – darunter mehr als 40 000 Kinder und Jugendliche. Gewissheit über die Folgen des zweiten Lockdowns von November bis Juni werde man aber erst durch die Bestandserhebung zum nächsten Jahreswechsel bekommen. „Aus anderen Bundesländern wissen wir aber, dass sich die negative Entwicklung fortgesetzt hat“, fügte Felchle an. Bei der Bewältigung der Krisenfolgen setze man auch auf den geplanten Runden Tisch von Sport und Landespolitik. Dieser bereits mehrfach vom WLSB geäußerte Vorschlag wurde vor wenigen Tagen von der neuen Kultus- und Sportministerin Theresa Schopper sehr positiv aufgenommen.

Landesregierung steht an der Seite des Sports

Ministerpräsident Winfried Kretschmann sicherte in seiner Video-Botschaft zu, dass das Land ideell und finanziell weiter an der Seite des organisierten Sports stehen werde. „Nun wird es wahrlich Zeit, wieder vermehrt zur Normalität zurückzukehren, das Sport- und Vereinsleben wieder hochzufahren“ sagte Kretschmann. Ihm sei aber auch klar: „Was unsere Vereine jetzt stemmen müssen, das ist noch mal ein echter Kraftakt.“ Elvira Menzer-Haasis, Präsidentin des Landessportverbandes Baden-Württemberg, wie auch DOSB-Präsident Alfons Hörmann brachten in ihren Video-Grußworten die Freude zum Aus-druck, dass mit den Corona-Lockerungen zu Monatsbeginn nun wieder Licht am Ende des langen und düsteren Tunnels sei und dass die Menschen sich nun endlich wieder mehr bewegen könnten.

Wahlen und Satzungsänderungen

Bei den turnusmäßigen Wahlen wurde Andreas Felchle mit sehr großer Mehrheit für weitere vier Jahre als Präsident bestätigt. „Ich freue mich sehr, dass die Delegierten mir das Vertrauen ausgesprochen haben, weitere vier Jahre an der WLSB-Spitze die Interessen des Sports in Württemberg zu vertreten. Ich werde alles dafür tun, dass wir gut und bald aus der Krise kommen“, sagte Felchle.

Neben personellen Entscheidungen stand auch die Abstimmung über umfangreiche Änderungen in der WLSB-Satzung an. Dabei wurden die Anforderungen für eine Mitgliedschaft von Sportverbänden abgesenkt. Zukünftig reicht es aus, wenn ein Verband in mindestens fünf seiner dem WLSB angehörenden Mitgliedsvereine insgesamt mehr als 500 Einzelmitglieder vorweisen kann. Damit ist die Voraussetzung geschaffen, dass in einem Verband organisierte aufstrebende Trendsportarten sich dem WLSB anschließen können.

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