Jugendleiter üben eine verantwortungsvolle Tätigkeit aus. Von ihnen werden im Umgang mit Jugendlichen entsprechende fachliche Qualifikationen, eine angemessene Handlungsfähigkeit sowie Planungsvermögen und Organisationstalent vorausgesetzt. Die Ausbildung zum Jugendleiter hat das Ziel, die Teilnehmenden für Aufgaben im Bereich der sportartübergreifenden und außersportlichen Kinder- und Jugendarbeit sowie für die pädagogische Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Sportverein zu qualifizieren.

Qualifizierung Jugendarbeit 2018Neben der Vermittlung von Kenntnissen in den Bereichen Breiten- und Freizeitsport, Planung von Freizeitmaßnahmen, Pädagogik, Fragen der Mitbestimmung/Mitgestaltung von Kindern und Jugendlichen, Aufsichtspflicht und Haftung, Jugendschutzgesetz, Finanzen/Zuschüsse in der Jugendarbeit  usw. wird deshalb in der Ausbildung zum Jugendleiter besonderer Wert auf die Persönlichkeitsbildung und die Entwicklung sozial-kommunikativer Kompetenzen gelegt.

 

  • Rolle, Verantwortung und Vorbildfunktion des Jugendleiters
  • Gruppen leiten, Umgang mit Konflikten
  • Aufsichtspflicht, Jugendschutz, Sportversicherung
  • Strukturen und Aufgaben des organisierten Sports
  • Gewinnung, Bindung, Beteiligung von Jugendlichen
  • Methoden der Planung und Organisation von Aktivitäten
  • Kommunikationstechniken
  • Maßnahmen zur Öffentlichkeitsarbeit im Sportverein
  • Fördermöglichkeiten, Zuschüsse der Vereinsjugendarbeit
  • Sport, Spiel, Bewegung
  • Lerntheoretische Aspekte

Die Ausbildung zum Jugendleiter ist aufgegliedert in eine Basis- und eine Lizenzierungsstufe (siehe Schaubild).

Die Basisstufe (Jugendleiter) umfasst 40 Lehreinheiten und schließt mit dem Erwerb des Zertifikats Juleica (Jugendleitercard) ab. Es bestehen drei unterschiedliche Ausbildungswege, die Basisstufe zu absolvieren.

Darauf aufbauend besteht die Möglichkeit, durch Teilnahme an der Aufbau- bzw. Lizenzstufe (insgesamt 80 Lehreinheiten) und nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung die Jugendleiter-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) zu erhalten.

Das Mindestalter für den Beginn der Ausbildung beträgt 16 Jahre.

Der Erwerb der Juleica erfolgt ohne Prüfung. Für die Beantragung ist der Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung erforderlich, die zum Zeitpunkt der Beantragung nicht älter als zwei Jahre sein darf.

Prüfungsgrundlage für die Lizenz ist die schriftliche Dokumentation eines im Rahmen der Ausbildung (zwischen der Aufbaustufe und der Lizenzstufe) eigenständig geplanten und durchgeführten Vereins­projektes. Projekte können aus sämtlichen überfachlichen Themenbereichen gewählt werden wie z.B. Freizeitmaßnahmen, Spielfeste, Ferienprogramme, Umweltprojekte u. v. m. Sie müssen mit Kindern und Jugendlichen durchgeführt werden und dürfen keinen sportartspezifischen bzw. sportpraktischen Themenschwerpunkt haben.

Anhand der Präsentation des Projektes und in einem abschließenden Beurteilungsgespräch sollen die Teilnehmer der Jugendleiter-Lizenzstufe zeigen, dass sie selbstständig und erfolgreich praxisorientierte Aufgabenstellungen bearbeiten können.

Für die Erteilung der DOSB-Lizenz ist der Nachweis einer Erste-Hilfe-Ausbildung erforderlich, die zum Zeitpunkt der Lizenzierung nicht länger als zwei Jahre zurückliegen darf.

 

Die aktuellen Termine der Ausbildung finden Sie im WLSB-Bildungsprogramm im Bereich Jugend.

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