Denise Roth startete im April als Geschäftsführerin der WSJ

Abschiede sind immer auch die Chance für einen Neuanfang. Deshalb hat Denise Roth nicht lange gezögert, als sie die Stellenausschreibung als Geschäftsführerin der Württembergischen Sportjugend (WSJ) gelesen hat. Von 2016 bis 2022 war die 31-Jährige Leiterin der Geschäftsstelle und Assistenz des Vorstands beim TSV Heumaden, einem Breitensportverein mit 16 Abteilungen und knapp 2200 Mitgliedern. Zuletzt sei das Corona-Thema sehr belastend gewesen. Sie hinterlässt aber ein gut funktionierendes Team. Bei ihrem Start vor sechs Jahren war sie noch allein für alles verantwortlich. „Als Heumadenerin fühle ich mich dem Club sehr verbunden, aber ich wollte dort auch nicht in Rente gehen“, sagt Denise Roth.

Schutzkonzepte weiter in die Vereine bringen

An der Aufgabe bei der WSJ hat sie besonders gereizt, dass sie wieder viel mit Kindern und Jugendlichen arbeiten kann. Früher hat sie sich bei der evangelischen Kirche in der Jugendarbeit engagiert. „Und jetzt schließt sich der Kreis“, sagt Roth, die an der Uni Bayreuth den MBA gemacht hat. Sport hat ihr Leben schon immer begleitet, sie spielt Tennis, ist gerne draußen beim Wandern und Radfahren. „Und wenn ich mal wieder zu viele Hummeln im Hintern habe, lese ich zum Ausgleich ein Buch“, sagt Roth. Sie versteht sich als Teamplayerin – will ihre neuen Mitarbeitenden fördern und fordern. Zunächst will sie sich erst einmal an die neue Stelle herantasten. Als eine ihrer Hauptaufgaben sieht sie die Schutzkonzepte für Kinder noch mehr in die Vereine zu bringen. „Und natürlich wird das Thema Geflüchtete wieder bei uns aufschlagen“, sagt sie. Beim TSV Heumaden verfolgte sie nach der Flüchtlingswelle 2015 einen integrativen Ansatz – die Menschen sollten nicht unter sich bleiben.

Die WSJ-Vorsitzende Anne Köhler ist sehr zufrieden mit der Auswahl: „Ich freue mich sehr, dass wir mit Denise Roth eine junge und sehr engagierte Führungspersönlichkeit finden konnten, die die Vereinsarbeit und die Herausforderungen ebenso wie die Stärken unserer ‚Basis‘ – den Vereinen – kennt und mit der wir die Kinder- und Jugendarbeit im Sport weiter[1]entwickeln können.“ So sieht es auch Markus Graßmann, WLSB-Hauptgeschäftsführer: „Gerade in Pandemie-Zeiten wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Themen der Jugendarbeit sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit Denise Roth und gemeinsam mit unseren Vereinen die hervorragende Arbeit der WSJ fortsetzen können.“ Von ihrem Verein, dem TSV, wird sich Denise Roth trotz ihrer neuen Stelle nicht so ganz verabschieden und sich ehrenamtlich weiter als Sportwartin im Tennis engagieren. Seit mehreren Jahren organisiert sie dort auch die HeuRiedBuch-Open.

 

 

Elke Rutschmann

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