Zuschüsse für Jugenderholungsmaßnahmen während der Corona-Krise

Um die Vereine zu entlasten, hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha zugesichert, dass das Land krisenbedingte Ausfall- und Stornokosten für bereits geplante Maßnahmen in der Jugendarbeit, abweichend von den bestehenden Förderrichtlinien, übernehmen wird.

Vereine können über das folgende Formular ihre Ausfall- und Stornokosten nachweisen. Dabei gilt:

  • Ausfall- und Stornokosten müssen sich auf Projekte beziehen, die nach den allgemeinen Vorschriften für Jugendbildungsmaßnahmen förderfähig sind.
  • Ausfall- und Stornokosten sind förderfähig, wenn die Durchführung des Projektes nach § 3 der Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung – CoronaVO) vom 17.3.2020 verboten wurde.
  • Es gilt eine allgemeine Schadensminderungspflicht. D.h. zunächst müssen alle Möglichkeiten genutzt worden sein, um den entstehenden finanziellen Schaden zu reduzieren bzw. absehbare Schäden zu vermeiden. Die Beachtung des Grundsatzes der allgemeinen Schadensminderungspflicht ist zu dokumentieren.

 

Für den Einsatz ehrenamtlicher pädagogischer Betreuungspersonen bei Jugenderholungsmaßnahmen – also Ferienfreizeiten – kann ein Zuschuss von bis zu 17,00 Euro pro Tag und Betreuungsperson (Ausnahme 2021: 20,00 Euro pro Tag und Betreuungsperson) gewährt werden. Pädagogische Betreuungspersonen sind alle eingesetzte qualifizierte Mitarbeitende; sie müssen keine ausgebildeten Pädagog*innen sein.

Es gelten folgende Relationen von Teilnehmenden zu Betreuungspersonen:

  • Freizeiten in Heimen und Zeltlagern: 11:1 (Ausnahme 2021: 5:1)
  • Jugendgruppenfahrten: 6:1 (Ausnahme 2021: 5:1) (Jugendgruppenfahrten sind Maßnahmen, bei denen die Gruppen zu Fuß, mit dem Boot oder mit dem Fahrrad unterwegs sind – ohne einen zentralen Aufenthaltsort)
  • Skifreizeiten: 6:1 (Ausnahme 2021: 5:1) (falls alle Betreuungsperson eine gültige DOSB-Lizenz besitzen)
  • Segelfreizeiten: 6:1 (Ausnahme 2021: 5:1)
  • Freizeiten mit behinderten und nichtbehinderten Menschen (bis zu): 3:1
  • Freizeiten mit schwerstbehinderten Menschen (bis zu): 1:1

Beispiel:
Bei Freizeiten in Heimen und Zeltlagern wird für elf Teilnehmende eine Betreuungsperson anerkannt (bei männlichen und weiblichen Teilnehmenden: je eine männliche und weibliche Betreuungsperson).

Voraussetzungen für eine Zuschussgewährung sind:

  • Die Betreuungspersonenen sollen volljährig sein. Betreuungspersonen, die mindestens 16 Jahre alt sind, dürfen nur eingesetzt werden, wenn die Leitung volljährig ist. Hinweis: Aus juristischer Sicht ist es bei minderjährigen Betreuungspersonen erforderlich, die Einwilligung der Erziehungsberechtigten einzuholen.
  • Die Betreuungspersonen sollen mindestens fünf Tagen beschäftigt sein. Bezuschusst  werden fünf bis max. 21 Tage. Für Winter- und Skifreizeiten gilt die Höchstdauer von 14 Tagen.
  • Bei Ski- und Segelfreizeiten müssen die Betreuungspersonen eine Lizenz nachweisen, z.B. Übungsleitr*in Grundstufe, Skilehrer*in Grundstufe oder eine vergleichbare Qualifikation.
  • Die Jugenderholungsmaßnahme muss mindestens fünf Teilnehmende aufweisen.
  • Sportartspezifische Maßnahmen (Trainingslager, Turnierbesuche, etc.) können nicht bezuschusst werden.
  • Die Teilnehmenden müssen zwischen sechs und 18 Jahren alt sein.

Bitte beachten Sie: Der Zuschuss wird nicht gewährt für Betreuungspersonen, die für ihren Einsatz eine Freistellung, nach dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (ehemals Sonderurlaub), unter Fortzahlung der Bezüge erhalten.
Weitere Infos zum Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes (Sonderurlaub)

Wichtiger Hinweis: Eine Beantragung im Vorfeld der Maßnahme ist nicht mehr erforderlich. Zusätzlich zum Verwendungsnachweis V4 ist eine Teilnehmerliste einzureichen, aus der Alter und Geschlecht der Teilnehmenden hervorgehen.

Der Verwendungsnachweis ist fristgemäß einzusenden – bis spätestens sechs Wochen nach Durchführung!

 

Die Formulare zur Beantragung und Abrechnung finden Sie auf der neuen Online-Plattform oaseBW. Mehr Informationen


Ansprechpartner

Württembergische Sportjugend
Tel. 0711 / 28077-140
Fax 0711 / 28077-106
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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