Das Coronavirus beschäftigt mittlerweile viele Teile der Gesellschaft und macht auch vor dem Sport in Deutschland nicht Halt. Der WLSB möchte im Folgenden die Mitgliedsorganisationen sachgerecht informieren. Die Infos werden laufend aktualisiert und auf Basis neuer Entwicklungen ergänzt.

 

Ab dem 2. Juni ist in Baden-Württemberg wieder mehr Sport möglich. Nicht nur alle Sportarten, die unter freiem Himmel ausgeübt werden, auch der Indoor-Sport ist unter Einhaltung strenger Infektionsschutzvorgaben dann wieder erlaubt. Außerdem ist der Betrieb von Schwimmbädern für Schwimmkurse und den Schwimmunterricht sowie für das Training im Vereinssport wieder möglich. Nachfolgend finden Sie Empfehlungen und Informationen, unter deren Beachtung Sie den Sport- und Trainingsbetriebs wiederaufnehmen können.

Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über Sport vom 25.06.2020 (gültig ab 01.07.2020)

Fragen und Antworten zu den Lockerungen

Sportartspezifische Übergangsregeln der Spitzensportverbände

Die zehn Leitplanken des DOSB (28.04.2020)

Die zehn Leitplanken als Grafik

Infografiken und Piktogramme mit Hygienetipps (BzgA / 15.05.2020)

Musterkonzepte zur Wiederaufnahme des Sportbetriebs

Laut der Rechtsverordnung vom 29. Mai dürfen nicht private Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen ab dem 1. Juni mit bis zu 100 Teilnehmenden wieder stattfinden. Zu dieser Veranstaltungsart gehören etwa Konzerte, Theater, kleinere Festivals mit Sitzplätzen, Vortragsveranstaltungen, Kino, aber auch Veranstaltungen von Vereinen uvm.

Dafür müssen die Veranstalter ein Hygienekonzept erarbeiten, das auf Verlangen vorgelegt werden muss. Wo immer möglich, ist zum Beispiel ein Abstand zu allen Anwesenden von mindestens 1,5 Metern einzuhalten, sofern keine geeigneten Trennvorrichtungen vorhanden sind; Körperkontakt, insbesondere Händeschütteln oder Umarmen, ist zu vermeiden.

Im nachfolgenden Dokument finden Sie Antworten auf rechtliche Fragen rund um die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Sportvereine. Die Themenbereiche sind:

  • Mitgliederversammlung
  • Handlungsfähigkeit
  • Beiträge/Kursgebühren
  • Kosten Sportbetrieb/Veranstaltungen
  • Kurzarbeit/Kurzarbeitergeld

Weitere Informationen zur Mitgliederversammlung und Handlungsfähigkeit von Vereinen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

FAQ-Papiere im Zusammenhang mit den beschlossenen Maßnahmen zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht:

Kurzarbeitergeld, Steuerliche Maßnahmen, Corona-Soforthilfe – Alle Förderinstrumente auf einen Blick, die in der Corona-Krise großen und kleinen Unternehmen sowie Solo-Selbstständigen und Freiberuflern Unterstützung bieten, finden Sie hier.

Soforthilfeprogramm Corona

Durch das Soforthilfeprogramm Corona des Bundes und des Landes Baden-Württemberg werden gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen, Landwirte und Angehörige der Freien Berufe, die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, mit einer einmaligen, nicht rückzahlbaren Soforthilfe unterstützt.

Die Antragsfrist für das Soforthilfeprogramm Corona endete am 31.05.2020.

Steuerliche Maßnahmen

Steuerliche Hilfsmaßnahmen für alle von der Corona-Pandemie betroffene Unternehmen (19.03.2020)

Kurzarbeit

 

Die VBG hat zur Unterstützung von Vorständen von Breitensportvereinen eine Handlungshilfe für den Betrieb von Sportvereinen in Corona-Zeiten veröffentlicht. Diese umfasst allgemeine und spezifische Maßnahmen im Sportkontext sowie angeschlossene gastronomische Bereiche.

Aufgrund der besonderen Lage der Coronavirus-Pandemie bietet die VBG Möglichkeiten zur Entlastung der Mitgliedsunternehmen in Form von Zahlungserleichterungen für die Beiträge an, wie zum Beispiel Stundung und Ratenzahlung. Näheres dazu finden die Unternehmen in ihrem Beitragsbescheid oder unter www.vbg.de/zahlungserleichterungen. Anträge auf Stundung und Ratenzahlung können erst gestellt werden, wenn der Beitragsbescheid vorliegt.

Der zwischen dem WLSB und der ARAG vereinbarte Sportversicherungsvertrag versichert Ihren Verein bei der Durchführung des satzungsgemäßen Vereinsbetriebes sowie die Mitglieder bei der Teilnahme. Die ARAG Sportversicherung begleitet die Vereine auch in dieser herausfordernden Zeit. So sind unter anderem auch virtuelle Vorstandssitzungen, Videokonferenzen zur Organisation des Vereinsbetriebs und die Teilnahme an online angeleiteten Workouts des Vereins über den Sportversicherungsvertrag abgesichert. Details entnehmen Sie dem folgenden Dokument:

Auch für Sportvereine und Sportverbände, die mit der GEMA Vereinbarungen (Lizenzierungen) zur Musiknutzung getroffen haben, gilt rückwirkend ab dem 16. März 2020 folgende Maßnahme:

Für Lizenznehmer ruhen für den Zeitraum, in dem sie ihren Betrieb aufgrund behördlicher Anordnungen zur Eindämmung der Pandemie-Ausbreitung schließen müssen, alle Monats-, Quartals- und Jahresverträge. Es entfallen während dieses Zeitraums die GEMA-Vergütungen. Kein Lizenznehmer soll für den Zeitraum der Schließung mit GEMA-Gebühren belastet werden.

Den genauen Wortlaut der GEMA-Information (25.03.2020) finden Sie hier.

Virtuelles Training und Livestreams

In den letzten Wochen wurde wiederholt die Frage an den WLSB herangetragen, ob während der behördlich angeordneten Hallenschließungen aufgrund der Corona-Pandemie (aber auch darüber hinaus) Vereinsangebote auf der Homepage des Vereins sowie über Youtube und ähnliche Kanäle ohne Zusatzkosten verbreitet werden können, um den Vereinsmitgliedern eine Trainingsmöglichkeit anzubieten. Vom Service-Center der GEMA haben Vereine dazu sehr unterschiedliche Auskünfte erhalten. Auf Anfrage des DOSB hat die GEMA nun Folgendes mitgeteilt:

  • Für Inhalte mit Musik von Sportvereinen auf Youtube und anderen Plattformen entstehen keine zusätzlichen Lizenzkosten (andere Rechte wie Persönlichkeitsrechte müssen die Vereine selbstverständlich beachten).
  • Sportvereine, die mit uns Einzellizenzverträge für Musiknutzungen in Hallen etc. abgeschlossen haben, müssen für die Schließzeiträume keine Lizenzgebühren bezahlen; die Rückzahlungsanträge werden online erfolgen; über das Prozedere werden die Sportvereine gesondert informiert.
  • Sollten Sportvereine nach Corona das Kursangebot etc. weiterhin über die Social Media Plattformen anbieten wollen, fallen keine zusätzlichen Kosten an.
  • Sollten Sportvereine diese Angebote über die eigenen Homepages anbieten wollen, bedarf es einer Lizenzierung nach dem GEMA-Tarif VR-OD-10 oder einer Erweiterung des Pauschalvertrages.

Quelle: Mitgliederinformation des DOSB vom 25.05.2020

Zuletzt möchten wir noch darauf hinweisen, dass möglicherweise mehrere Sportfachverbände (auf Landes- oder Bundesebene) weitere Vereinbarungen/Zusatzverträge über den Pauschalvertrag des DOSB hinaus mit der GEMA abgeschlossen haben. Für Fragen hierzu, setzen Sie sich bitte direkt mit dem entsprechenden Sportfachverband in Verbindung.

Werden Sportanlagen aufgrund der Corona-Pandemie über einen längeren Zeitraum nicht genutzt, kann dies zu Vermehrung von Legionellen in Trinkwasser-Installationen (bspw. Wasserhähne, Duschen) führen. Stagniert der Austausch in den Wasserleitungen, ist das Risiko mikrobieller Verkeimung mit Legionellen und auch mit anderen Keimen im Trinkwasser stark erhöht. Der Betreiber einer Sportanlage ist dafür verantwortlich, dass dies nicht passiert.

Der Landessportbund Hessen hat die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung von Legionellen und anderen Keimen zusammengestellt:

Zum Online-Artikel „Legionellengefahr" des LSB Hessen

Wichtigste Maßnahme: Händewaschen
Eine der wichtigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Infektionen (gilt gleichermaßen für Grippeviren und andere Erreger) ist auch im Sportverein das Beachten von Hygienetipps, wie z. B. regelmäßiges, intensives Händewaschen. Auf der Website www.infektionsschutz.de stehen Infografiken, Piktogramme mit Hygienetipps und Infomaterialien zum Download bereit.

Maßnahmen im Verdachtsfall
Welche Maßnahmen in einem Verdachtsfall zu ergreifen sind, weil entsprechende Symptome (u.a. Husten, Schnupfen, Halskratzen, Fieber) auftreten und/oder Kontakt mit infizierten Personen bestanden hat, sind in einem zweiseitigen Dokument des Robert-Koch-Instituts zusammengefasst: Zum Dokument

Für den Umgang mit rückkehrenden Sportlern aus Risikogebieten hat der DOSB folgende Empfehlungen herausgegeben: Umgang mit rückkehrenden Sportlern

Gesundheitsämter: Sportvereinen, die Fragen zur Problematik rund um den Virus haben, wird empfohlen sich an ihr zuständiges Gesundheitsamt des Landkreises zu wenden. Dieses kann über folgenden Link des Robert-Koch-Instituts gefunden werden: https://tools.rki.de/PLZTool/

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA): In einer Video-Reihe gibt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus.

Robert Koch-Institut (RKI): Fallzahlen sowie die weltweit größten Risikogebiete und tagesaktuelle Informationen und Empfehlungen können beim Robert-Koch-Institut eingesehen werden.

Deutscher Olympischer Sportbund (DOSB): Zur FAQ-Seite des DOSB gelangen Sie hier.

Informationen speziell für Baden-Württemberg
Weitere tagesaktuelle Informationen für Baden-Württemberg finden Sie auf den Webseiten des Sozialministeriums Baden-Württemberg und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg.

Bundesregierung: Die Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration informiert über den aktuellen Stand zum Coronavirus auf verschiedenen Kanälen und in knapp 20 verschiedenen Sprachen. Die Infoseite finden Sie hier.

SWR Corona Explained: Der SWR erklärt den Coronavirus für Migranten in den Sprachen Arabisch und Türkisch.

Landkreis Ludwigsburg: Der Landkreis Ludwigsburg hat Informationen zur Quarantäne sowie die wichtigsten Regeln der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in viele verschiedene Sprachen (u.a. Bulgarisch, Portugiesisch, Kroatisch, Albanisch, Rumänisch, Griechisch und Italienisch) übersetzt. Zur Infoseite

Stadt Stuttgart: Die Stadt Stuttgart hat Videoclips zum Coronavirus in den Sprachen Arabisch, Englisch, Französisch, Farsi, Kurdisch, Russisch und Tigrinja erstellt. Zu den Videoclips

Die Stadt Stuttgart stellt Informationen in leichter Sprache zum Coronavirus als PDF-Dokumente sowie in Form eines Erklärvideos zur Verfügung. Zu den Informationen

Auf der Website des Landesverbandes der Gehörlosen Baden-Württemberg finden Sie Informationen rund um Corona in Gebärdensprache. Zur Website

 

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