„Bewegung ist gerade jetzt wichtiger denn je“, sagt Anne Köhler, Vorsitzende der Württembergischen Sportjugend (WSJ) zum „Advents-Lockdown“ im Sport. Die WSJ hatte wie alle Sportverbände und -vereine in Deutschland im Vorfeld der Beratungen zwischen Bund und Ländern vergangene Woche darauf gehofft und an die Entscheider appelliert, insbesondere im Kinder- und Jugendbereich einen verantwortbaren Sportbetrieb unter Einhaltung der bewährten Hygienekonzepte wieder zu erlauben. Leider ohne Erfolg. „Als organisierter Sport tragen wir auch diese Entscheidung der Kanzlerin und der Ministerpräsidenten – auch wenn’s schwerfällt – mit und werden uns gemeinsam mit unseren Vereinen an das neuerliche Verbot halten“, so Köhler weiter.

Ihre Gefühlslage angesichts des vollständigen Stillstands im Vereinssport beschreibt Anne Köhler als Mischung aus großer Ernüchterung, Ärger und Verständnis. Aus ihrer Sicht brauche es jetzt eine sportliche Gegenreaktion gepaart mit Solidarität, damit sich niemand vom Sport abwendet und alle den Vereinen treu bleiben. „Trotz Vereinssport-Sperre rufen wir insbesondere die Kinder und Jugendlichen dazu auf, sich viel zu bewegen und Sport im Freien oder Privaten zu treiben. Und liebe Eltern, lassen Sie bitte Ihre Kinder trotz der Zwangstrainingspause im Verein!“

Zudem weist die WSJ-Vorsitzende auf die Online-Tutorials und Video-Trainings hin, die viele Vereine ihren Mitgliedern jetzt anbieten: „Dieses Engagement der Trainer und Übungsleiter ist aller Ehren wert. Also, nutzen Sie es bitte und unterstützen Sie Ihren Verein weiterhin.“ Ergänzend dazu sollten natürlich auch Fahrrad, Inline-Skates, Tretroller, Sprungseil, Hanteln oder einfach die Joggingschuhe in den kommenden Wochen regelmäßig zum Einsatz kommen, ganz gleich ob draußen an der frischen Luft oder in den eigenen vier Wänden.

Denn die WSJ-Vorsitzende Köhler treibt dabei die große Sorge um, dass sich der Bewegungsmangel des Nachwuchses nicht nur jetzt im Lockdown, sondern als Folge auch danach nochmals verschärft. Erst kürzlich hatte der Vierte Deutsche Kinder- und Jugendsportbericht abermals bestätigt, dass sich Kinder und Jugendliche hierzulande im Alltag schon in normalen Zeiten immer weniger bewegten. Dem Bericht zufolge kämen 80 Prozent der Heranwachsenden nicht auf die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen 60 Minuten moderate bis intensive körperliche Tätigkeit am Tag, erklärt Köhler. Und das, obwohl es nachgewiesen sei, dass Sport und Bewegung auch das Immunsystem stärkten und nicht zuletzt in der jetzigen Lage zur mentalen und psychischen Krisenbewältigung beitragen.

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Pressesprecher
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