Viele Sportvereine leisten einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen in die Gesellschaft: Sie öffnen ihre bestehenden Angebote oder bieten zusätzliche an. In etlichen Sportvereinen wurden beispielsweise eigene Gruppen gegründet. Dafür wurden vom Sozialministerium Baden-Württemberg insgesamt Fördermittel in Höhe von 60 000 Euro zur Verfügung gestellt. Hiervon entfallen 33 000 Euro auf das Verbandsgebiet des Württembergischen Landessportbundes (WLSB). Diese Mittel sind nun nach kurzer Zeit bereits ausgeschöpft. Alleine beim WLSB sind mehr als 100 Zuschussanträge von Vereinen für die Integration von Flüchtlingen eingegangen. Die Sportvereine erhalten jeweils eine einmalige Summe von 250 oder 500 Euro.

Der Karate-Dojo Uni Tübingen wird zum Beispiel mit 250 Euro unterstützt. Dort trainieren sechs Flüchtlinge im Anfängerkurs mit. Nach anfänglichen Sprachschwierigkeiten sind sie mittlerweile in den normalen Trainingsbetrieb aufgenommen. "Der Zuschuss hat uns sehr geholfen", sagt Ingrid May-Staudinger, die Dojo-Leiterin in Tübingen. Ihrem relativ kleinen Verein mit etwa 100 Mitgliedern habe das ermöglicht, einen Teil der Mitgliedsbeiträge, der Hallenmiete und der Trainerkosten abzudecken. „Unsere Vereinsmitglieder, von denen fast die Hälfte internationale Studenten sind, waren von Anfang an sehr offen“, betont May-Staudinger und merkt an: "Es fehlt an vergleichbaren städtischen Angeboten."

Andere WLSB-Vereine nutzen die Fördermittel ebenso, um Kurs- und Nutzungsgebühren zu begleichen. In manchen Fällen werden Trikots und Sportschuhe gekauft oder Fahrdienste für Flüchtlingskinder angeboten.

Auszahlung der Fördermittel erfolgt

Die bislang beantragten und genehmigten Fördermittel sind vom WLSB Ende vergangener Woche ausbezahlt worden. Einige Vereine stehen bereits auf einer Warteliste.

"Wir benötigen dringend weitere Landesmittel, um unseren Vereinen eine kleine Unterstützung in ihrem für unsere Gesellschaft und die Willkommenskultur so wichtigem Engagement zukommen lassen zu können", erklärt WLSB-Präsident Klaus Tappeser in Stuttgart. Derzeit sei man gemeinsam mit den badischen Sportbünden und dem LSV darüber mit dem Sozialministerium im Gespräch. "Es ist wichtig, Flüchtlingen über den Sport einen Anknüpfungspunkt anzubieten", sagte Tappeser. Sie könnten so Teil einer Mannschaft oder Trainer werden und auch Kontakte für künftige Arbeit und Wohnungen aufbauen. Zudem ermögliche der Sport eine Abwechslung im Alltag. „Sport verbindet über Kulturen, Religionen und Nationalitäten hinweg und kommt an", so Tappeser. Oft seien Sportvereine für Flüchtlinge schnell eine zweite Heimat.

Ansprechpartner

Thomas Müller
Pressesprecher
Tel. 0711 / 28077-186
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