Ende vergangener Woche wurde der dritte Kinder- und Jugendsportbericht in Essen vorgestellt. Das Ergebnis ist ebenso klar wie besorgniserregend. "Viele Kinder verbringen den Großteil ihrer Zeit in der Schule", lautet das Fazit der Autoren, "die Kinder bewegen sich jedoch zu wenig und machen seltener Sport als früher im Verein." Deshalb lautet ein Ergebnis der Forscher: "Der Verein muss heute dorthin gehen, wo die Jugendlichen sind: in die Schule."

"Auch wenn das Ergebnis des Kinder- und Jugendschutzberichts alarmierend ist, zeigt er doch, wie immens wichtig unsere Sportvereine in der Ganztagsschule sind, wenn es um die Bewegung unserer Kinder und Jugendlichen geht", sagt Klaus Tappeser, Präsident des Württembergischen Landessportbundes (WLSB). Zwar sei in den Schulen das Wissen um die Notwendigkeit ausreichender Bewegung durchaus vorhanden, leider geschehe die Umsetzung jedoch nicht immer zufriedenstellend. "Unsere Sportvereine liefern dort, wo man sie lässt, qualitativ hochwertige Angebote ab", sagt Tappeser. Leider, und dies monierten auch die Wissenschaftler, spiele sich die Zusammenarbeit nicht auf Augenhöhe ab.

Dabei ist die Zusammenarbeit zwischen Sportvereinen und Ganztagsschulen klar geregelt. In einer Rahmenvereinbarung mit dem Kultusministerium und dem organisierten Sport wurde festgelegt, dass der Schulbetrieb über 16 Uhr nicht hinausgehen soll, dass die Arbeit von Übungsleitern und Trainern mit mindestens 25 Euro vergütet werden soll, und dass die Vereine erster Ansprechpartner der Schulen in Sachen Sport sein sollen.

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Thomas Müller
Pressesprecher
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