Auf dem Kunstrasensportplatz in Ergenzingen herrschte reges Treiben. Kinder sprangen Seil, junge Frauen spielten Federball, eine Handvoll Männer schossen den Fußball auf die Torwand. Der TuS Ergenzingen hatte am 19. Oktober die Flüchtlinge aus dem nahen Aufnahmelager zur sportlichen Willkommensparty in dem Rottenburger Stadtteil eingeladen. Etwa 200 Flüchtlinge aller Altersklassen haben diese gerne angenommen.

Mit dem WSJ-Sportmobil hat der Württembergische Landessportbund (WLSB) mit zum Gelingen des Nachmittags beigetragen. „Es macht richtig Spaß zu sehen, mit welcher Freude die Flüchtlinge dabei sind“, sagte WLSB-Präsident Klaus Tappeser. Die Neuankömmlinge näherten sich den zum Teil unbekannten Geräte wie Pedalo oder Wakeboard zuerst skeptisch an, hatten danach aber beim Ausprobieren richtig viel Spaß.

Wie viele Vereine im Land haben sich die Verantwortlichen des TuS Ergenzingen umgehend um die neuen Mitbewohner gekümmert, nachdem diese einmal auf dem Sportplatz aufgetaucht waren. „Wir bieten jeden Mittwoch ein Fußballtraining an“, sagt TuS-Vorsitzender Karl Schäfer. Diese Übungseinheit wird von Hassan Merhi geleitet, einem gebürtigen Libanesen, der seit 15 Jahren Jugendmannschaften des TuS Ergenzingen trainiert.

"Die Sportvereine haben in der Situation, als in ihren Orten kurzfristig Flüchtlinge untergebracht wurden, bewährt ihr gesellschaftliches Engagement bewiesen", äußert sich Tappeser lobend, "so haben diese schnell Hilfe erfahren und die Werte unserer Gemeinschaft kennengelernt."

Gleichzeitig appellierte der WLSB-Chef noch einmal an die Kreise und Kommu-nen, die Sporthallen, die für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt werden, schnell wieder für ihre eigentliche Nutzung frei zu machen.

"Die Sporthallen sind die Basis der erfolgreichen Vereinsarbeit. Und ohne Hallen kann die Integration der Flüchtlinge, die über den Sport unkompliziert geschieht, nicht funktionieren."

Fotos von der Willkommenparty beim TuS Ergenzingen

 

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Pressesprecher
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