Der Solidarpakt III ist unter Dach und Fach. Die Landesregierung und der organisierte Sport im Land haben am 11. November in Stuttgart ihre Unterschriften unter die neue Vereinbarung zur Sportförderung gesetzt. Diese gilt von 2017 bis 2021 und sieht eine Erhöhung von insgesamt 87,5 Millionen Euro vor. WLSB-Präsident Klaus Tappeser begrüßt die Erhöhung von 69,6 Millionen Euro im kommenden Jahr auf mehr als 87 Millionen Euro für die Jahre ab 2017.

„Keine Frage: Die deutliche Anpassung der Sportförderung mit dem Solidarpakt III ist ein gutes Ergebnis. Allerdings ist sie aus unserer Sicht das Minimum dessen, was der Sport braucht, um die ihm neu übertragenen gesellschaftlichen Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können. Er ist eine solide Basis, die aber nicht alle Probleme löst“, sagt der WLSB-Präsident.

Beispiel Ganztagsschulen: Hier könne man etwa von der baldigen Erweiterung auf die weiterführenden Schulen ausgehen. „Das erfordert vom Sport zusätzliche Anstrengungen, nicht nur für Grundschulen, sondern auch für Gymnasien oder Realschulen Kooperationspartner sein zu können“, erklärt Tappeser und sieht diese Entwicklung im jetzigen Solidarpakt nicht berücksichtigt.

In Sachen Sportstättenbauförderung sei ebenfalls noch Luft nach oben. Mit den zusätzlichen Geldern aus dem Solidarpakt III dürfte die Wartezeit bis zur Auszahlung der Zuschüsse zwar deutlich kürzer werden, so Tappeser. Ob es auch gelinge, die seit vielen, vielen Jahren bestehenden Förderhöchstgrenzen im Sportstättenbau spürbar anzuheben, sei aber fraglich, so der WLSB-Präsident weiter.

Auch bei den nach über 50 Jahren angehobenen Übungsleiterzuschüssen gibt Klaus Tappeser zu bedenken: „Der Sprung von 1,80 auf 2,50 Euro ist sehr zu begrüßen – wird aber sehr relativiert, wenn man sie mit den 4,50 Euro vergleicht, die die Volkshochschulen inzwischen erhalten.“

 

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