Herr Tappeser, der Württembergische Landessportbund geht mit fünf Regionalforen auf Tournee durchs Land. Ist das nicht ungewöhnlich?

Warum ungewöhnlich? In der Politik nennt man das Bürgerbeteiligung. Und das haben wir schon im vergangenen Jahr gemacht. Damals haben wir über die neuen Ganztagsschulen und die Möglichkeiten für die Vereine informiert und diskutiert. Bei den vier Veranstaltungen waren Vertreter des Ministeriums, der Staatlichen Schulämter und die Koordinatoren aus den Sportkreisen vor Ort. Und der Erfolg war riesig.

Welches Thema hat sich der WLSB in diesem Jahr gewählt?

Es mag ein wenig sonderlich klingen: Wir haben kein konkretes Thema. Wir als WLSB hören zu, wir wollen von den Vereinen hören, wo sie der Schuh drückt.

Ein ungewöhnlicher Ansatz.

Nicht unbedingt. Wir leben in einem demokratischen System. Zudem hat sich der WLSB auf die Fahnen geschrieben, der Dienstleister für seine Mitglieder zu sein. Hierzu müssen wir in den Dialog mit unserer Basis treten, um deren Bedürfnisse zu erfahren. Die Anforderungen an unsere Sportvereine sind mitt-lerweile sehr groß und vielschichtig geworden.

Haben sich die Vereine in all den Jahren nicht immer den Herausforderungen angepasst?

Doch, und genau das begeistert mich am Sportsystem so ungemein. Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, wie innovativ und anpassungsfähig die Sportvereine sind. Und das schon seit vielen Jahren.

Wo könnte denn der Schuh drücken?

Genau das wollen wir ja erfahren. Das Aufgabengebiet für unsere Sportvereine ist sehr breit gefächert und ändert sich ständig. Die Basis bildet zunächst das klassische, traditionelle Sportangebot. Doch auch das ändert sich durch den demografischen Wandel. Die Vereine benötigen neue Angebote für die immer fitter werdenden Senioren. Des Weiteren müssen sie, um in Kontakt zu Jugendlichen zu bleiben, sich als Partner an der Ganztagsschule beteiligen. Zudem sind die Vereine ein wichtiger Standortfaktor für die Kommunen. Über die Vereine werden neue Mitbürger aktiv in das örtliche Bürgertum integriert. Und im Sportverein bekommen Familien unproblematisch Anschluss in der neuen Heimat.

Trifft dies auf alle Regionen zu?

Grundsätzlich ja. Trotzdem kann eine Erkenntnis dieser Regionalforen sein, dass es neben unterschiedlichen Bedürfnissen zwischen Städten und dem ländlichen Raum auch Unterschiede zwischen einzelnen Regionen gibt. Etwa zwischen Schwarzwald und Hohenlohe.

Wie werden die gewonnenen Erkenntnisse aufbereitet und umgesetzt?

Zunächst ist es für uns wichtig, dass wir feststellen, welchen Bedarf unsere Vereine haben und welche Unterstützung wir dagegen ergreifen müssen. Im zweiten Schritt können wir gezielt mit den Ergebnissen in den Gesprächen mit der Landesregierung argumentieren. Und dann müssen wir unsere Angebote an Aus- und Weiterbildungen genau analysieren und gegebenenfalls anpassen.


Termine der Regionalforen:


30. Juni: Tuttlingen, Aesculapium
09. Juli: Stuttgart, Baden-Württembergische Bank
14. Juli: Heidenheim, Voith Training Center
22. Juli: Künzelsau, Würth-Museum
30. September: Bad Waldsee, Erwin Hymer Museum

Beginn ist jeweils um 18.30 Uhr.

 

 

Ansprechpartner

Thomas Müller
Pressesprecher
Tel. 0711 / 28077-186
Fax 0711/ 28077-101
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