Die Anforderungen an moderne Sportvereine werden immer größer. Sei es, dass es immer schwieriger wird, Mitstreiter für die ehrenamtliche Mitarbeit zu finden. Sei es, dass die Angebote den sich verändernden Bedürfnissen ständig angepasst werden müssen. Sei es, dass der Unterhalt der Sportstätten durch die gestiegenen Energiekosten immer schwieriger wird. Sei es, dass neue Aufgaben wie die Ganztagesbetreuung in der Schule auf die Vereine zukommen. Doch egal wie groß diese Herausforderungen sind, die 5700 Sportvereine des Württembergischen Landessportbundes (WLSB) finden immer wieder Lösungen diese zu meistern. WLSB-Präsident Klaus Tappeser nannte in seiner Einführung zwei Gründe, warum die Förderpreise vergeben werden: „Einerseits wollen wir die Kreativität in unseren Sportvereinen auszeichnen, auf der anderen Seite ist es uns ein Anliegen, gute Ideen bekannt zu machen, damit diese von anderen Vereinen nachgeahmt werden.“

Ein überwältigendes Fazit konnte zumindest die Jury ziehen, die die Einsendungen für die Förderpreise der WLSB-Sportstiftung bewerten wusste. „Wir waren angenehm überrascht, auf welch hohem Niveau sich viele Bewerbungen befunden haben“, sagte der Stiftungs-Vorsitzende Klaus Tappeser. Angetan war der WLSB-Präsident auch von der Zahl der Einsendungen für die erstmals vergebenen Förderpreise. Die Sportvereine waren aufgefordert ihre umgesetzten Ideen in den drei Kategorien „Ehrenamtliches Engagement“, „Kooperationsmodelle“ sowie „Umwelt und Ressourcen“" einzusenden. Knapp 100 Beispiele wurden eingereicht. Das Preisgeld von 5000 Euro in jeder Kategorie kommt vom Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren, der Firma Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. sowie der WLSB-Sportstiftung.  

Preisträger SG Schorndorf
Das Jugendhelfer-Modell der SG Schorndorf zeigt, wie man Jugendliche schon früh als Übungshelfer und Übungsleiter gewinnen kann. Gezielt werden die jungen Vereinsmitglieder angesprochen, mittels einem Flyer werden ihnen sowohl die Anforderungen beschrieben, die sie mitbringen müssen, aber auch offen gesagt, welchen Gewinn sie für ihre Entwicklung daraus ziehen können. Dass Jugendliche auch heutzutage noch für ein soziales Engagement zu begeistern sind, belegt der Erfolg dieses Modells: Mehr als 400 Jugendliche haben sich bei Feriensportwochen, in den wöchentlichen Übungsstunden oder in der Bewegungswelt eingebracht. „Über so ein Projekt werden Jugendliche an den Verein gebunden und lernen Verantwortung zu übernehmen", sagte Sozialministerin Katrin Altpeter in ihrer Laudatio.

Preisträger Voralbvereine
Wie man gemeinsam wesentlich besser sein kann als alleine beweisen die vier Voralbvereine TSV Bad Boll, GSV Dürnau, TSV Eschenbach und TSV Heiningen. „Durch die Kooperation konnte das Profil jedes Vereins erhalten bleiben“, hob WLSB-Präsident Klaus Tappeser hervor. Eine beim TSV Heiningen beheimatete, gemeinsame Geschäftsstelle entlastet das Ehrenamt. Profitiert haben die Mitglieder. Durch die Zusammenarbeit hat sich das Übungsangebot schlagartig vervielfacht. Gleichzeitig konnten über neue Angebote 30 Jugendliche für die Vereine als Mitglieder gewonnen werden, die im Normalfall nie in Kontakt mit einem Sportverein gekommen wären. Auch für die Kommunen ist die Kooperation ihrer ortsansässigen Vereine ein Gewinn, werden die Sportstätten so viel besser genutzt. Und mit einer neu geschaffen Stelle kann eine Sport- und Gymnastiklehrerin in den Kindergärten und bei der Ganztagesbetreuung in den Schulen qualifizierten Bewegungsunterricht anbieten.

Preisträger SV Edelfingen
Ein Gewinner ist nicht nur der Etat des SV Edelfingen bei Bad Mergentheim, sondern auch die Umwelt. Die beiden Sportplätze werden nicht mehr aus dem öffentlichen Wassernetz bewässert, sondern aus einem Brunnen. Bei der Modernisierung der Turnhalle, bei der etwa über 10 000 Stunden Eigenleistung erbracht wurden, wurden wasserlose Uri-nals, wassersparende WC und wassersparende Duschköpfe eingebaut. Dies brachte letztlich eine Einsparung von 36 Prozent. Dass dies nicht nur für den SV Edelfingen, sondern grundsätzlich positiv für die Umwelt ist, erläuterte Hartmut Jenner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Alfred Kärcher GmbH & Co.KG., in seiner Laudatio: „Wasser sparen auf diese Weise ist auch deshalb wichtig, weil Wasser immer in Trinkwasserqualität aus dem Hahnen kommt. Die Aufbereitung kostet unheimlich viel Energie und muss nicht immer sein.“

Dies spornt die Edelfinger Macher weiter an, es existieren bereits Wassersparpläne fürs Sportheim. Eine neue Heizung mit einer Wärmepumpe ist bereits installiert. Nun geht's auf dem Dach weiter. Denn der Preis ist schon verplant. „Nach dem Wasser kommt der Strom dran“, sagt Vorstandsmitglied Helmut Auer. Mit einer Photovoltaikanlage will der SV Edelfingen auch in diesem Bereich unabhängig werden. Die eingesparten Energiekosten werden dann wieder investiert: in neue Trainingskurse.

 

Ansprechpartner

Thomas Müller
Pressesprecher
Tel. 0711 / 28077-186
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