Kinder- und Jugendarmut ist auch in Baden-Württemberg ein relevantes Thema. Jedes fünfte Kind oder jeder fünfte Jugendliche ist von Armut betroffen oder bedroht. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass sie aktiv Sport treiben oder in einen Verein eintreten. Ein schlechteres Gesundheitsempfinden sowie eine fehlende soziale Teilhabe sind nur zwei der vielfältigen Folgen von Bewegungsmangel oder einer fehlenden Gemeinschaft, beispielsweise in einem Verein.
Die WSJ setzt sich daher im Rahmen des vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Migration geförderten Masterplan Jugend für den Bereich Kinder- und Jugendarmut ein. In Zusammenarbeit mit den Vereinen sollen im Projekt „Aufwachsen in Chancengleichheit“ Eintrittshürden in den organisierten Sport gesenkt, Barrieren erkannt und gezielt abgebaut werden.
Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Sensibilisierung der Vereine für die Problematik von (Kinder-)Armut. Konkret wird die WSJ zwei Workshops sowie regelmäßige Netzwerktreffen für interessierte Vereine anbieten. Diese ermöglichen nicht nur den Austausch über erfolgreiche Ansätze, sondern auch die Entwicklung neuer Strategien zur Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die von Armut betroffen sind.
Die Broschüre für Armutssensibles Handeln im Verein:
pdf Broschüre Armutssensibles Handeln im Verein(3.76 MB)
Inhalte der Workshops:
Zur Unterstützung der Vereine in ihrer Tätigkeit bietet die WSJ zwei Workshops an, welche kostenlos gebucht werden können.
- Workshop: Informieren
- Was bedeutet (Kinder-)Armut?
- Welche Auswirkungen hat sie, insbesondere auf die sportliche Aktivität?
- Welche staatlichen Unterstützungsleistungen gibt es bereits?
- Wo gibt es in ihrem Verein konkrete Eintrittshürden?
- Wie können Kooperationen helfen?
- Workshop: Sensibilisieren
- Abbau von Stigmata und Vorurteilen
- Entwicklung eines armutssensiblen Umgangs:
- Im Vereinsalltag
- In Strukturen und Angeboten
- Reflexion: Wie kann ihr Verein offener und inklusiver werden?
Neben den Workshops sind regelmäßige Netzwerktreffen geplant, bei denen interessierte Vereine sich austauschen, von Best-Practice-Beispielen lernen und sich gegenseitig vernetzen können. Auch wird hier immer wieder ein thematischer Input geliefert.
Zudem sind auch individuelle Angebote, beispielsweise eine einführende Informationsveranstaltung für mehrere Vereine, möglich. Kontaktieren Sie uns hierzu gerne unter den genannten Kontaktdaten.

