Wundine on Wheels 4

Mit dem Projekt „Wundine® on Wheels“ bringt die Josef Wund Stiftung seit 2022 den Schwimmunterricht direkt an Schulen und Kitas. Herzstück des Projekts sind mobile Lehrschwimmbecken, die insbesondere Kindern im Grundschulalter wohnortnah den Zugang zu Wassergewöhnung und Wasserbewältigung ermöglichen – die Grundlagen für sicheres Schwimmen. Ziel ist es, die Bewegungs- und Gesundheitsförderung frühzeitig und nachhaltig zu stärken.

Mittlerweile sind vier mobile Schwimmbäder in Baden-Württembergs im Einsatz. Sie leisten einen wertvollen Beitrag, dem wachsenden Mangel an verfügbaren Wasserflächen für den Schul- und Vereinssport entgegenzuwirken. Das Projekt wird in enger Zusammenarbeit mit dem Land Baden-Württemberg, Kommunen und weiteren Partnern umgesetzt.

Der Württembergische Landessportbund e.V. (WLSB) kooperiert mit der Josef Wund Stiftung und betreibt das SchwimmMobil „Wundine on Wheels 4“ (WoW IV) für die kommenden zwei Jahre im Verbandsgebiet Württemberg. Die Organisation und Koordination des Schwimmbetriebs an den jeweiligen Einsatzorten übernimmt die Württembergische Sportjugend (WSJ).

pdf Flyer Wundine on Wheels 4(1.21 MB)

Was bietet die Wundine?
Das SchwimmMobil auf Roadshow
Kompaktkurs in den Osterferien am Standort Talheim
FAQ
 
Kompakt, durchdacht und kindgerecht: Schwimmunterricht im mobilen Format

Schwimmobil, August 2024, Sabina Paries für Josef-Wund-Stiftung© Sabina Paries für Josef Wund StiftungDas mobile Lehrschwimmbecken – liebevoll „Bonsai-Bad“ genannt – misst sechs Meter in der Länge, zwei Meter in der Breite und hat eine Wassertiefe von 1,10 Metern. Untergebracht ist es auf einem 13,5 Meter langen LKW-Auflieger, der zusätzlich über Umkleidebereiche, Sanitäreinrichtungen sowie moderne Wasseraufbereitungstechnik verfügt.

In der Wundine können Schwimmkurse in Kleingruppen von bis zu sechs Kindern im Alter von 4 bis 8 Jahren durchgeführt werden. Der Fokus liegt dabei auf der Wassergewöhnung sowie dem Erlernen grundlegender Schwimmfertigkeiten wie Gleiten, Tauchen und ersten Schwimmbewegungen.

Das SchwimmMobil bietet Kindern die Möglichkeit, das gelbe Seesternchen und in Teilen auch das grüne Seesternchen zu erwerben. Es schafft damit eine wertvolle Grundlage für das Schwimmenlernen, ersetzt jedoch keinen Schwimmlernangebot mit Tiefwassererfahrungen. Um nachhaltig Schwimmen zu lernen, empfiehlt es sich, bereits parallel oder nach der Teilnahme am Projekt weiterführende Schwimmlernangebote bei örtlichen Schwimmvereinen aufzusuchen.

 

Das SchwimmMobil auf Roadshow

Von Januar 2026 – Dezember 2027 tourt das SchwimmMobil der Josef Wund Stiftung durch das Verbandsgebiet des WLSB. In Zusammenarbeit mit der Württembergischen Sportjugend (WSJ) werden acht Standorte in Württemberg besucht – das SchwimmMobil bleibt dabei jeweils bis zu 3 Monate an einem Ort. Im Mittelpunkt stehen Kommunen, in denen es bislang kaum oder keine Möglichkeiten für Schwimmunterricht gibt, denn Ziel des Projekts ist es, Kindern frühzeitig den Zugang zum Wasser zu ermöglichen und so langfristig Schwimmsicherheit zu fördern.

Die Schirmherrschaft für die SchwimmMobile „Wundine on Wheels“ liegt bei Kultusministerin Theresa Schopper, welche das gesamte Projekt wohlwollend unterstützt. Umgesetzt wird das Vorhaben gemeinsam mit dem Schwimmverband Württemberg e. V., sowie den Schulen, Kommunen und Vereinen vor Ort.

Interessierte Kommunen, Sportkreise und Vereine können sich bei der WSJ um die Überlassung des SchwimmMobils bewerben.

 
Bewerbung SchwimmMobil

Damit das SchwimmMobil an eine Kommune überlassen werden kann, müssen folgende Schritte erledigt werden:

Ablaufplan Wundine Nutzung

Füllen Sie den Nutzungsantrag für „Wundine on Wheels 4“ aus und senden Sie diesen an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.. Unterstützen Sie ein innovatives Bewegungsangebot für mehr Chancengleichheit und ermöglichen Sie Kindern den Zugang zu Wassergewöhnung – auch ohne eigene Wasserflächen.

Zum Nutzungsantrag

 

Weitere Informationen über das Projekt Wundine on Wheels und die anderen drei Schwimmtrucks finden Sie bei der Josef Wund Stiftung.

 

Banner Wundine Partner

 

 

 

Fragen und Antworten zu Wundine on Wheels

Standort und Kommune
  • Technische und standortbezogene Voraussetzungen (siehe Nutzungsantrag)
  • Das SchwimmMobil wird mit einem LKW angeliefert, daher muss der Standort gut anfahrbar sein.
  • Die teilnehmenden Schulen oder Kitas sollten möglichst in der Nähe liegen, idealerweise so, dass die Kinder zu Fuß kommen können. Es ist zudem hilfreich, wenn der Standort auch für die Sorgeberechtigten gut erreichbar ist – ob zu Fuß oder mit dem Auto
  • Die Kommune fungiert als Schnittstelle zwischen der Württembergischen Sportjugend und den kommunenabhängigen Partnern. Eine Ansprechperson der Kommune steht der Württembergischen Sportjugend für organisatorische Abstimmungen zur Verfügung.
  • Bereitstellung von Frischwasser, Abwasser, Strom, Reinigung und Wasserkontrollen inkl. der Übernahme der dafür anfallenden Kosten
  • Hausmeisterdienst: Der zuständige Hausmeister übernimmt vor Ort die Entnahme der Wasserproben und kümmert sich um die Chemikalienversorgung. Vor dem Start der Standzeit, werden die Hausmeister eingewiesen.
  • Reinigungskräfte: Die Kommune stellt zudem Reinigungskräfte, die täglich nach dem Badebetrieb das SchwimmMobil säubern. Vor dem Start der Standzeit, werden die Reinigungskräfte eingewiesen.

Die Kommune übernimmt die Betriebskosten für das SchwimmMobil während der Projektlaufzeit vor Ort. Dazu zählen unter anderem die Kosten für Frisch- und Abwasser, der Stromverbrauch, Wasserkontrollen, sowie die Reinigungskosten für die Zwischen- und Endreinigung. Die tatsächliche Höhe der Kosten hängt von den örtlichen Tarifen und Versorgungseinheiten ab.

Zur Orientierung:

  • Energiebedarf: ca. 2500 kWh pro Monat
  • Wasserbedarf: ca. 75 m3 pro Monat

Je nach Haushaltslage ist es demnach sinnvoll, die Ausgaben frühzeitig im kommunalen Finanzplan zu berücksichtigen.

 Das Projekt und die Teilnahme

Das Projekt „Wundine on Wheels“ möchte Kindern einen einfachen und wohnortnahen Zugang zu Wasserzeiten ermöglichen. Im Zentrum stehen die Wassergewöhnung sowie das Erlernen und Festigen der Grundfertigkeiten im Wasser. Diese sind angelehnt an das Niveaustufenkonzept der Kultusministerkonferenz und bilden die ersten wichtigen Schritte, um sich sicher im Wasser zu bewegen und den Umgang im Wasser spielerisch zu erlernen.

Um nachhaltig Schwimmen zu lernen, empfiehlt es sich, bereits parallel oder nach der Teilnahme am Projekt weiterführende Schwimmlernangebote bei örtlichen Schwimmvereinen aufzusuchen. Die WSJ und der Schwimmverband Württemberg streben Vereins-Kooperationen an den jeweiligen Standorten an und unterstützen gerne bei der Vereinssuche.

Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen 4 und 8 Jahren, die bislang noch nicht schwimmen gelernt haben und keinen bis wenig Kontakt mit dem Wasser hatten. Damit eine Teilnahme am Kurs möglich ist, sollten die Kinder allein auf die Toilette gehen können und 90 Minuten ohne Sorgeberechtigten oder Bezugsperson mit einem Übungsleitenden verbringen können. Eine ausreichende motorische Entwicklung ist ebenfalls wichtig, um erste grundlegende Erfahrungen mit dem Wasser zu ermöglichen. Kinder, die die Grundfähigkeiten (Gleiten, Tauchen, etc.) bereits sicher beherrschen, sind nicht für den Kurs im SchwimmMobil geeignet und sollten ein weiterführendes Schwimmlernangebot besuchen.

Die Anmeldung erfolgt über die jeweilige Einrichtung. Die Platzvergabe richtet sich hierbei nach dem individuellen Bedarf und den Voraussetzungen der Kinder. Bei hoher Nachfrage wird eine Warteliste geführt. Wird ein Platz frei, können Kinder von der Warteliste auch nach Kursbeginn nachrücken.

Die Kurse finden einmal pro Woche während der regulären Schul- und Betreuungszeiten statt. Die teilnehmenden Schulkinder sind für die Dauer des Kurses vom Unterricht befreit. In der Regel bleiben die Gruppen konstant, sodass die Kinder wöchentlich zur gleichen Zeit am Kurs teilnehmen.

Sollte ein Kind die notwendigen Voraussetzungen nicht erfüllen oder aus sicherheits- oder förderpädagogischen Gründen nicht geeignet sein, kann es nach Rücksprache mit den Sorgeberechtigten, der Kommune und der WSJ vom Kurs ausgeschlossen werden.

Zu Beginn der Kursstunde werden die Kinder am SchwimmMobil von den Übungsleitenden empfangen und die Anwesenheit wird erfasst. Da es keine geschlechter-getrennten Umkleiden gibt, ziehen sich die Kinder in Gruppen um. Die Übungsleitenden leitet die Kinder durch den gesamten Kurs, wobei viel Wert auf eine individuelle Betreuung gelegt wird. Nach dem Kurs haben die Kinder noch Zeit für eine kurze Dusche mit Wasser, jedoch bleibt keine Zeit für Duschgel und Shampoo, dies sollte bitte zu Hause nachgeholt werden. Je nach Standort und Uhrzeit machen die Kinder sich selbstständig auf den Weg zurück in den Unterricht, werden von Betreuenden zur Einrichtung begleitet oder von Sorgeberechtigten abgeholt. Am Ende jeder Kursstunde wird der Lernfortschritt der Kinder durch das schwimmfachliche Team dokumentiert.

Bitte beachten Sie, dass Kinder, die zu spät kommen, möglicherweise nicht mehr am Kurs teilnehmen können.

Bei Schulkindern übernehmen die Übungsleitenden während des Kurses die Aufsicht. Bei Kita-Kindern sowie Schulkindern, die ein SBBZ (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum) besuchen, ist die Präsenz einer Begleitperson verpflichtend.

Als Begleitperson während der Kurse im SchwimmMobil können sowohl pädagogische Fachkräfte als auch Sorgeberechtigte in Frage kommen.

Auch während der Ferienzeiten ist die Anwesenheit einer Begleitperson erforderlich. Ohne Begleitperson kann der Kurs nicht stattfinden. Zum Schutz der teilnehmenden Kinder muss jede agierende Begleitperson eine Selbstverpflichtungserklärung ausfüllen.

Im Rahmen des regulären Betriebs, bringen die Bildungseinrichtungen die Kinder zum SchwimmMobil und holen sie auch dort wieder ab (abhängig vom Standort). Die Übergabe der Kinder und damit auch der Aufsichtspflicht, erfolgt an der Tür des SchwimmMobils. In Randzeiten, also vor oder nach der letzten Stunde, liegt die Verantwortung für das Bringen und Abholen bei den Sorgeberechtigten.

Bei Kursausfall werden die Sorgeberechtigten per E-Mail informiert.

Es besteht kein Anspruch auf eine bestimmte Anzahl an Kurs-Einheiten. Je nach Standzeit / Ferien / Feiertage kann die Anzahl variieren. Zudem besteht aufgrund der beschränkten Standzeit des SchwimmMobils kein Anspruch auf Nachholen einer Kursstunde.

Während der Schul- und Kita-Zeit sind die Schwimmkurse Bestandteil der Bildungsoffensive und damit für die Kinder sowie deren Sorgeberechtigten kostenfrei. Darüber hinaus besteht am Nachmittag die Möglichkeit, weitere Kurse zu besuchen, die durch nahegelegene Schwimmvereine angeboten werden. Sie sind üblicherweise kostenpflichtig und stehen der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Der Schutz der Kinder hat für uns höchste Priorität. Neben dem Ausfüllen einer Selbstverpflichtungserklärung, mit der bestätigt wird, dass die geltenden Regeln gelesen und umgesetzt werden, ist für Übungsleitende auch der Nachweis eines aktuellen erweiterten Führungszeugnisses verpflichtend. Dieses wird von unserer Kinderschutzbeauftragten geprüft und dokumentiert. 

Weitere Infos zum Thema Kinderschutz finden Sie auf der Homepage der WSJ.

Wasserbereitstellung und Wasserqualität

In beiden Fällen kommt das Wasser aus der örtlichen Trinkwasserversorgung. Es wird in der Regel aus Hausanschlüssen über trinkwassergeeignete Schläuche zugeführt. Zur Absicherung des örtlichen Trinkwassernetzes ist eine Sicherheitseinrichtung nach DIN EN 1717 vorhanden.

Das Beckenwasser wird zweimal täglich auf die Parameter freies Chlor, pH-Wert und Redox untersucht. Diese Werte werden über das Betriebstagebuch dokumentiert. Ein Fachlabor erstellt direkt nach der Erstbefüllung an einem Standort eine detaillierte Wasseranalyse. Im Anschluss erfolgt die Prüfung alle 4 Wochen. Die Untersuchungsergebnisse werden umgehend von einem Vertreter der Josef Wund Stiftung an das zuständige Gesundheitsamt weitergeleitet.

Das Gesundheitsamt überprüft die Werte anhand der Dokumentationen des Betriebstagebuch zu Beginn und während der Standzeit. Bei der Wundine on Wheels können die Gesundheitsämter über einen Zugang zur Fernwirktechnik auch online durchgehend die Wasserwerte der wichtigsten Parameter verfolgen.

Das Abwasser wird direkt der Kanalisation zugeführt. Dabei wird Schwarz- und Grauwasser über getrennte Leitungen dem nächsten Einlaufschacht zugeführt. Neben dem Abwasser aus dem Sanitärbereich wird aus dem Schwimmbad nur „Überschusswasser“ über den Tag verteilt abgegeben. Beim Ablassen des Beckens (ca. 13m3) am Ende des Standortaufenthalts wird das Chlor neutralisiert.

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