Auf einer Lichtung stehen vier Zelte. Der Himmel ist blau und man hat einen tollen Ausblick
© WSJ

Teamgeist, Abenteuer und jede Menge Survival-Skills

Ein Flugzeugabsturz mitten im Schwarzwald – zumindest im Szenario. Was für viele wie der Beginn eines Abenteuerfilms klingt, wurde für die Teilnehmenden des Survival Weekends der Württembergischen Sportjugend (WSJ) vom 26. bis 28. Juni zur spannenden Herausforderung.

Nach einer gemeinsamen Kennenlernrunde am Freitagabend in der Jugendherberge Freudenstadt begann am Samstagmorgen das eigentliche Abenteuer. Mit dem Eintreffen im Gelände startete das realitätsnahe Survival-Szenario: Nach einem simulierten Flugzeugabsturz galt es zunächst, die Umgebung zu erkunden und Hinweise im Wrack auszuwerten. Auf einer Karte im Flugzeug war ein Materialdepot der Bundeswehr eingezeichnet – der erste wichtige Anlaufpunkt auf dem Weg zur Rettung.

Sichtkontakt vermeiden

Der Weg dorthin hatte es jedoch in sich. Um nicht entdeckt zu werden, mussten sich die Gruppen möglichst fernab der Wege bewegen. Jeder Sichtkontakt zu anderen Personen kostete wertvolle „Leben“, ebenso das Betreten feindlichen Sperrgebiets. Mit insgesamt sieben Leben galt es daher, kluge Entscheidungen zu treffen, sich im Gelände zu orientieren und als Team die beste Route zu finden.


Wald Survival Camp© WSJAm Materialdepot angekommen wartete die erste Nahrungsration sowie ein Akku für ein Funkgerät. Nach erfolgreicher Kontaktaufnahme mit der Bundeswehr wurden neue Koordinaten für einen möglichen Evakuierungspunkt übermittelt. Doch die hochsommerlichen Temperaturen verlangten den Teilnehmenden alles ab. Aufgrund der enormen Hitze konnte der Evakuierungspunkt nicht rechtzeitig erreicht werden, sodass über Funk ein neuer Standort für die Nacht durchgegeben wurde.

Nachtlager auf traumhafter Lichtung

Auf einer idyllischen Lichtung mit traumhafter Kulisse richteten die Gruppen schließlich ihr Nachtlager ein. Gemeinsam wurden Schlafplätze vorbereitet und die ersten Erfahrungen einer Nacht in der Natur gesammelt – ein gelungener Abschluss des ersten Survival-Tages.

Am Sonntag endete das Szenario, das Wochenende war damit jedoch noch lange nicht vorbei. Gemeinsam mit dem Survival-Guide standen weitere praktische Fähigkeiten auf dem Programm: Aus Naturmaterialien wurden Wasserfilter gebaut, essbare Insekten als alternative Nahrungsquelle zubereitet und zahlreiche weitere Survival-Techniken vermittelt. Dabei erhielten die Teilnehmenden wertvolle Einblicke, wie mit einfachen Mitteln auch in herausfordernden Situationen das Überleben gesichert werden kann.

Das Survival Weekend bot weit mehr als spannende Outdoor-Erlebnisse. Neben dem Erlernen praktischer Survival-Skills standen vor allem Teamarbeit, Kommunikation und gegenseitiges Vertrauen im Mittelpunkt. Aus zunächst fremden Teilnehmenden wurde innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft, die Herausforderungen gemeinsam meisterte und mit vielen neuen Erfahrungen, unvergesslichen Eindrücken und neuen Bekanntschaften die Heimreise antrat.

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