Rund 100 Teilnehmende kamen am 25. September beim ersten Fachtag „Interpersonelle Gewalt im Sport“ der Württembergischen Sportjugend (WSJ) im SpOrt Stuttgart zusammen. Im Mittelpunkt standen Austausch, neue Impulse und die Frage, wie ein sicheres, respektvolles und wertschätzendes Umfeld im Sport geschaffen werden kann, um gemeinsam den Sport in Stück weit sicherer zu gestalten.
WSJ-Vorsitzende Sonja Carle betonte zu Beginn, dass bereits viel bewegt werde, gleichzeitig aber weiterhin Entwicklungspotenzial bestehe. Besonders deutlich wurde die Bedeutung des Themas im Gespräch mit Lara Oberthür, die über eigene Gewalterfahrungen im Sport berichtete und dafür sensibilisierte, frühzeitig hinzuschauen und Grenzverletzungen ernst zu nehmen. Schutzkonzepte müssten gelebt, regelmäßig weiterentwickelt und von allen Verantwortlichen im Verein getragen werden. „Ein Schutzkonzept in der Schublade schützt kein Kind“, betonte Oberthür.
In verschiedenen Workshops konnten die Teilnehmenden anschließend konkrete Aspekte der Präventionsarbeit vertiefen. Von digitaler Gewalt über den Umgang mit Verdachtsfällen und die Umsetzung von Schutzkonzepten bis hin zu Grenzwahrung, Gesprächsführung und Mitbestimmung. So lieferten die Workshops neue Impulse und boten auch genügend Zeit für offene Fragen aller Teilnehmenden.
Der erste Fachtag „Interpersonelle Gewalt im Sport“ zeigte, wie wichtig Prävention ist und welche unterschiedliche Erfahrungen die Teilnehmenden mitbringen. Außerdem lieferte er wichtige Impulse für die Vereins- und Verbandsarbeit und führte zu einer starken Vernetzung aller Teilnehmenden mit ihren unterschiedlichen Perspektiven.
Ein ausführlicher Nachbericht zur Veranstaltung erscheint in der November-Ausgabe von SPORT in BW.

